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3 Punkte und 3 Verletzungen für den Heimweg


Am Samstag, den 24.01.2015, machten wir uns auf den Weg nach Potsdam wo wir die Gastgeber SC Potsdam IV und den Werderaner VV zu besiegen hatten. Mit eigentlich ausreichender Besetzung (2 Mittelblocker, 3 Außen-/Diagonalangreifer, 1 Libero, 3 Zuspieler) mussten wir noch einige Probleme feststellen aber dazu später mehr. Die schon bekannte Halle war leider wie zuvor extrem dreckig und auch das Hin- und Herschieben des Drecks der Potsdamerinnen vor Spielbeginn machte keinen deutlichen Unterschied. So starteten wir unser Spielt mit schon schwarzen statt weißen Socken.

Das Spiel gegen Werder begann ein wenig schwach, aber wir gewannen schnell an Selbstvertrauen und so machten wir es dem Gegner nicht leicht. Durch starke Angriffe war es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Werders Libero kratzte jedoch jeden Ball von dem Boden und so endete der 1.Satz mit 25:19 für die gegnerische Mannschaft.

Ohne den Mut zu verlieren, starteten wir in den zweiten Satz. Diesmal mit perfekter Annahme kämpften wir um jeden Punkt. Doch zu unserem Nachteil wurden die Angriffe ab und zu mal ins Aus oder ins Netz gehämmert und mit überzeugenden diagonalen Angriffen des Gegners entschieden diese den Satz mit 25:20 für sich.

So jetzt hieß es noch mal Alles geben, aber damit ließen wir uns noch etwas Zeit. Unsere Annahme funktionierte gar nicht mehr und so wurde es unseren Zuspielern zunehmend schwieriger gemacht einen anständigen Pass zu liefern. Man möchte sagen Fleiß soll belohnt werden aber man meinte es heute nicht sehr gut mit uns. Nach einem starken Hechtbagger kam unsere Mittelblockerin Sophie nicht so ganz zurück auf die Beine, denn nicht nur der Punkt ging auf die falsche Seite, sondern auch Sophie's Kniescheibe wusste nicht recht, wo sie hingehört. Für Sophie kein Problem: Nach schnellem und mutigen Packen und wieder einrenken der Kniescheibe stand sie schon wieder und ging mehr lachend als weinend vom Feld. Nun mussten wir kreativ sein, denn uns fehlte eine Mitte. So war das Spiel schon fast entschieden, aber zu Werders Erstaunen lief für uns nun alles wie geschmiert, mit klugen Legern und gezielten Angriffen ließen wir nicht locker und noch dazu war die Annahme mehr als passabel und die Pässe standen fehlerfrei. Mutig und siegessicher holten wir uns den Satz mit 28:26.

Mit Druck gingen wir in den vierten Satz und überzeugten mit guten Aufgaben und auch dem ein oder anderen soliden Block. Somit holten wir uns auch den vierten Satz sicher mit 25:21.

Es dauerte nicht lang bis wir im fünften Satz sicher und schnell in Führung gingen, und siehe da – das Kämpfen hatte sich gelohnt, denn Werder ging langsam der Saft aus, was wir sofort ausnutzten und somit den Sieg letztendlich nach Hause brachten - mit 15:12.

Das zweite Spiel gegen die großen doch sehr jungen Potsdamerinnen begann sehr glimpflich. Durch den Mangel an Spielerinnen für bestimmte Positionen mussten wir improvisieren. Es ist bemerkenswert, dass wir in dieser Verwirrung noch Punkte machten, aber es lief besser als gedacht. Die Angriffe der Potsdamerinnen waren unglaublich präzise in unseren Block oder ins Netz gesetzt und da macht auch der noch so tolle Schlagarm nichts, wenn die Sicherung nicht mitmacht. Den ersten Satz machten wir knapp aber sicher zu mit (25:23).

Der zweite Satz wurde bunt. 50% der Spielerinnen auf dem Feld waren Zuspieler, und der Rest wusste nicht so recht, wo er stehen soll und wer grade zuspielt. Die Verwirrung stand uns ins Gesicht geschrieben und das nutzten die Potsdamerinnen mit schnellen Longline-Schlägen oder auch der tückischen Halbdiagonale aus. Um es gar nicht erst zum Angriff des Gegners kommen zu lassen, galt es also mit den Aufgaben zu punkten, aber die wurden oft einfach ins Netz versemmelt und so gerieten wir in den Rückstand. Der Gegner holte sich also knapp den zweiten Satz mit 22:25.

Langsam sammelten wir uns wieder und der ein oder andere Block von Lena brachte uns Punkte. Ziel für uns war nun immer auf den Libero zu spielen, denn sobald eine nicht-perfekte Annahme bei dem Gegner erfolgte, wurde auch meistens der Angriff ins Netz gehauen. Gut für uns, aber wie schon erwähnt: man meinte es heute einfach nicht gut mit uns!! Sicher ging Jule zum Block hoch, und landete sauber auf dem Fuß der frisch eingewechselten Potsdamerin. Der Volleyballeralbtraum wurde also wahr, womit keiner mehr gerechnet hätte. Während Jules Knöchel immer dicker wurde und eine sehr beunruhigende Farbe annahm, stand nun auch die letzte Auswechselspielerin mit auf dem Feld. Auch dieser Satz ging mit 22:25 an die Gegner.

Der vierte Satz begann alles andere als schlecht, die Potsdamerinnen brachten absolut keine Annahme zustande also gingen wir mit einer Aufgabenserie von Anne 9:0 in Führung. Langsam konnten wir unsere Verwirrung auf dem Spielfeld in Kontrolle kriegen. Es passierte dem Schiedsrichter sogar den Potsdamerinnen einen Rotationsfehler anzurechnen. Ein Wunder, dass uns das nicht passiert ist, denn nicht einmal wir hatten bei unserer Aufstellung noch den Durchblick gehabt. Aber unsere Annahme war sauber, die Pässe standen grandios und so flogen unsere Bälle dem Gegner um die Ohren. Somit holten wir uns den 4.Satz.

Im fünften Satz spielten wir mal wieder unser Lieblingsspiel - Lange Leine, kurze Leine was es uns sehr schwer machte die Oberhand zu gewinnen. Potsdam holte noch einmal seine stärksten Angreiferinnen von der Bank um den Sack zu zu machen. Letztendlich gelang es den Gegnern doch zum Zug zu kommen und wir konnten ihnen dieses mal leider nicht die Tränen trocknen. Das Endergebnis aus unserer Sicht war 15:17.

Im letzten Spiel des Tages besiegte Potsdam IV den Werderaner VV mit einem klaren 3:0.

Abgesehen von Nettis halbabgeknickten Nagel, Sophies strapaziertem Knie und Jules armen Knöchel brachte uns dieser Spieltag drei schöne Punkte und wir wissen nun, das wir auch in Notsituationen nicht ganz aufgeschmissen sind, was das Zusammenspielen angeht. Wir wünschen unseren Verletzen natürlich eine schnelle Heilung und hoffen, dass ihr bald wieder fit seid!




Dabei waren: Lena, Netti, Anne, Racine, Jule, Sophie H, Sophie P, Janine, Lina

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