Direkt zum Hauptbereich

Und wir begrüßen unsere ersten Punkte...hallo, Punkte!

Den zweiten Spieltag in der Landesliga Nord bestritten wir in eigener Halle. Gäste waren der Reichenberger SV und die LG Wassersuppe Seeblick.

Um 13 Uhr begannen wir gegen den Sieger des ersten Spiels, das wie vorgegeben unter den Gästen ausgespielt wird. Von den zwölf Spielerinnen der letzten Woche waren leider nur noch neun übrig, Netti, Racine und Janine fielen wegen Krankheit bzw. Verletzung aus. Lena sprang spontan als Libera ein – wer hätte ahnen können, das es jemals soweit kommen würde...
Abgesehen von dieser ungewöhnlichen Konstellation hatten wir auch ein sehr junges Team auf dem Feld zu stehen. Mit einem Durchschnittsalter von teilweise nicht mal 22 Jahren (natürlich abhängig von den Spielerinnen, die gerade auf dem Feld standen) waren wir sicherlich die Jüngsten. Und daher leider auch nicht unbedingt die Erfahrensten.

Das machte sich im Spiel gegen den RSV bemerkbar. Obwohl recht klar war, wo drüben die starken Angreifer waren und viele Dankeballsituationen für uns entstanden, gelang es häufig nicht, daraus Punkte zu machen und so den nötigen Vorsprung aufzubauen, der für einen Sieg nötig gewesen wäre. Man muss allerdings auch sagen, dass die größten Knackpunkte aus dem letzten Spieltag – mangelnde Kommunikation am Netz und wenig Vertrauen ineinander – dieses mal keine Rolle spielten. Dafür fiel wieder eine mangelnde Schlagkraft auf, sowie teilweise eine sehr schlechte Aufschlagquote und etwas zu wenig Bewegung in der Abwehr.

Mit 17, 22 und 21 Punkten gingen die Sätze dann auch folgerichtig an die Gastmannschaft, auch wenn das Spiel gefühlt knapper war, als es die Satzstände erahnen lassen.

Nach nunmehr drei Spielen ohne einen einzigen Tabellenpunkt waren wir verständlicherweise leicht geknickt. Einen Satz in drei Spielen – das war sehr, sehr wenig. Wir gingen also in das vierte Spiel mit dem unterschwelligen Gefühl, unbedingt etwas reißen zu müssen.

Dafür starteten wir wieder nicht gut und verloren die ersten beiden Sätze. Die Halle hatte sich inzwischen gut gefüllt – danke an alle, die dabei waren und von der Zuschauertribüne oder von der Seite aus dafür gesorgt haben, dass Stimmung und Geräuschpegel oben blieben!

Im dritten Satz lief es dann plötzlich. Ein paar weitere Umstellungen im Team (Jule spielte plötzlich zu, womit sie bei Motor schon alles gespielt hat außer Mitte – Respekt für diese Flexibilität!) weckten alle auf und sorgten für erhöhte Aufmerksamkeit. Der Aufschlagdruck nahm zu und die Gegnerinnen bekamen zunehmend Probleme in der Annahme. Die Angreifer brachten die Bälle durch und so nach und nach stieg die Zuversicht. So gewannen wir den dritten und auch vierten Satz.

Ein Punkt war also sicher, nun sollte auch noch der zweite her. Die LG Wassersuppe Seeblick war zunehmend k.o., die Luft in der Halle wurde zunehmend schlechter und die Konzentration sank. Es war eigentlich simpel – die Mannschaft, die weniger Eigenfehler macht, würde gewinnen.

Trotzdem blieben wir mutig. Bei einem Stand von 8:7 wechselten wir die Seiten. Mit Linas Angriffen kamen die Gegner überhaupt nicht mehr klar, Sophie prügelte einen Aufschlag nach dem anderen rüber, Vivien stabilisierte Abwehr und Annahme enorm und spielte vorne mit Köpfchen. Und da wir es auch schafften, so bis zum Ende durchzuspielen, gewannen wir das Ding.



Yippieh yippieh yeah, das war der Anfang. Weiter geht’s in drei Wochen in Angermünde.

Bilder kommen übrigens demnächst - diesmal auch wieder fotografiert von Melanie Albrecht. Nur zur Erinnerung: Wer ein paar schöne Profil-/Events-/Bewerbungsbilder braucht oder Lust auf ein Freundschafts-, Beauty- oder Paarshooting hat, der kann solche Bilder gerne dort machen lassen. Und wer dazu noch von uns "geschickt" wird, bekommt 10% Rabatt. Vielleicht eine Idee für das nächste Weihnachtsgeschenk?!


Dennoch hier schon mal einige Bilder vom Spiel - danke an den Fotografen Max :-)

Gespielt haben: Anne G., Lina H., Ronja S., Vivien M., Jule F., Heike S., Sophie H., Sophie P., Lena M.

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Wir sind eeeeein Team! … und schön!

Ein strahlend schöner Wintertag im Januar und natürlich haben wir nichts Besseres vor, als uns im altehrwürdigen Motordrom zum nächsten Punktspieltag in der Landesklasse Nord zu treffen. Abgesehen davon, dass es in dieser Halle nicht so laut wird, erwies sie sich aufgrund der großzügigeren Platzverhältnisse als weitaus kinderfreundlicher als die ebenfalls bekannte Biberhalle (Bewerbungen auf den Job als BabysitterIn bitte an den Abteilungsvorstand, Arbeitszeit circa acht Samstage pro Saison). Fachkräftemangel ist ja nun in Deutschland kein unbekannter Begriff und auch uns hat es erwischt.  Ani aalt sich noch immer in der Sonne (siehe Spielbericht vom letzten Wochenende), Anne krank,  Betti und Racine verletzt, Janine und Patti arbeitstechnisch unterwegs – da wird es schon langsam  mau. Also musste Zeisi ganz tief in die Trickkiste greifen… So sah denn unsere Mannschaft folgendermaßen aus: Effi – wie immer der Kopf der ganzen Bande und Herrin über Gut und Böse. Mella (Ma

Aus, aus, das Spiel ist aus.

Die Stimmung ist am Nullpunkt. Die Gesichter ausdruckslos. Die Blicke leer. Gelegentlich tropft eine Träne herunter. Die Schultern hängen. Irgendwo kullert langsam ein Ball über den Boden, bevor er irgendwann in einer Ecke liegenbleibt. Der informierte Leser hat erkannt: Hier kann es nur um eine Beschreibung des kommenden Saisonstarts in der Brandenburgliga gehen. Denn es fehlt eine Mannschaft, eine Mannschaft, die nicht auf dem Auf- oder Abstiegsplatz stand. Eine Mannschaft, bekannt für ihren Kampfgeist, ihre Willenskraft, ihre nachahmungswürdigen Schiedsrichterleistungen, ihre Eleganz und ihre bemerkenswerten Aufwärmungschoreographien: Motor Hennigsdorf I meldet sich aus dem Spielbetrieb ab. Und das nach dem besten Saisonergebnis, das die Mannschaft je einfahren konnte: einem vierten Platz in der Brandenburgliga. Man soll halt gehen, wenn es am schönsten ist. Es zeichnete sich bereits in der vergangenen Saison ab. Wir waren zu wenig Spielerinnen, um Ausfälle aufgrun

Knappe Besetzung = knappe Spielkünste? Von wegen!

Einer für alle – alle für einen E in aufregender Spieltag gegen die Landesligisten Werderaner VV und VC Fortuna Kyritz stand an. Die Hinfahrt - man könnte beinahe von einer Hinreise sprechen, da die Fahrtzeit 1:15 h betrug - wurde am 22.02. früh morgens angetreten. Dementsprechend waren die meisten von uns noch ziemlich müde, aber trotzdem gut gelaunt, als wir durch kuriose Ortschaften wie Dabergotz, Kerzlin oder Bückwitz fuhren und auch einen Blick auf die Dosse erhaschen konnten. Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass sich die geringe Besetzung unseres Teams in den letzten Wochen nicht gerade verbessert hatte. Somit bestand das angereiste Team aus unserem Trainer Zeisi, Edel‑Fan Norbert und uns 7 Spielerinnen, unter denen sich keine feste Passspielerin befand. Zugegeben waren das nicht die allerbesten Voraussetzungen, aber wir gingen den Spieltag unvoreingenommen und motiviert an. Also hieß es nach Ankunft im nördlichsten Standort der Landesliga, im abgelegenen Kyr